Reihe: Einzelband
Verlag: Beltz/ Gulliver
Preis: 14.95€ D
Seitenanzahl: 266
Erscheinungstermin: 11.07.2016

 

Casey hat gerade einen Drogenentzug hinter sich und lässt
sich von ihrer Freundin Shana überreden, auf eine der legendären illegalen
»Survive the night«-Parties mitzukommen. Die findet in einem stillgelegten
U-Bahn-Tunnel statt und die Stimmung ist gigantisch. Bis Julie, ein Mädchen aus
ihrer Clique, tot aufgefunden wird. Grausam zugerichtet. Casey, Shana und ihre
Freunde sind schockiert. Sie wollen fliehen. Denn der Mörder scheint unter
ihnen zu sein. Schon gibt es ein neues Opfer. Die Panik steigt. Wer oder was
ist hinter ihnen her? Und wird Casey diese Nacht überleben?
Ein unfassbar aufwühlender Psycho-Horror-Thriller in bester Stephen
King-Tradition! Nervenzerfetzend, überraschend – genial!
(Quelle:www.beltz.de)
Danielle Vega verbrachte ihre Kindheit versteckt unter ihrer
Bettdecke, während ihre Mutter Geschichten aus Stephen-King-Romanen
nacherzählte, anstelle von Märchen über Prinzessinnen und Zwerge. Jetzt, als
Erwachsene, kann sie an einer Hand abzählen, wie oft sie wirklich vor etwas
Angst hatte. Danielle Vega hat zahlreiche Preise erhalten, für Belletristik wie
auch Sachliteratur, darunter die Nominierung für den Pushcart Prize 2009 für ihr
Buch “Drive”. Sie lebt in Brooklyn. In Deutschland erschien bereits
ihr Roman “Die Unbarmherzigen”.

 

Das Cover finde
ich passend für den Titel und auch zur Geschichte. Es ist düster mit dem Titel
aus Farbspritzer, der Totenkopf zeigt, dass es sich hier her um einen Thriller
handelt.
Der Schreibstil
ist etwas gewöhnungsbedürftig, da die Geschichte eher in kurzen Sätzen gehalten
ist. So wirkt es manchmal ein bisschen abgehackt und stoppt den Lesefluss. Die
Geschichte wird aus der Perspektive
von Casey erzählt, was das ganze natürlich noch etwas spannender macht. So hat
man das Gefühl man ist mitten im Geschehen.
Die Charaktere
sind sogenannte Problem-Teenager. Sie machen alles für den Kick, ob Drogen,
Alkohol oder zu schnelles Fahren. Sie lieben den Adrenalinrausch. Am besten
lernen wir die Protagonistin Casey
kennen, die gerade aus dem Entzug kam. Dort hat sie schreckliches erlebt, sieht
sich selber aber nicht als Suchtkind. Sie lässt sich von ihrer besten Freundin
Shana zu einfach allem überreden und scheint mehr ein Mitläufer zu sein. Was
der Leser schon am Anfang begreift, wird ihr aber erst im Laufe der Horrornacht
begreiflich. Ich bin echt froh, dass sie so eine Entwicklung durchmacht.
Ich habe schon lange keine Horror – Story mehr gelesen, da ich da sehr anspruchsvoll bin und von der
Story her, dachte ich jaa, das könnte es mal wieder sein. Aber leider bin ich enttäuscht
worden. Die Geschichte ist mehr eine übernatürliche Horrorstory mit Wesen, die
es in dieser Welt nicht geben kann. Ich habe aber vom Klappentext her gedacht,
dass ein Mensch der Serienkiller ist und sich immer Opfer auf der Party
aussucht. Jedoch stolpert die Gruppe nur durch die unterirdischen Gänge und
versucht zu überleben. Die Party wird sogar noch vorher aufgelöst, sodass es
irgendwie für mich nichts mehr mit dem Klappentext zu tun hat. Wir suchen als
mit Casey’s Gang einen Ausgang, aber irgendwie konnte mich das nicht so
wirklich packen. Mir war sogar schon fast egal, welcher der Protagonisten
überlebt. Klingt hart, aber ist leider so. Für mich war es eher wie ein
Alptraum, den die Protagonisten hatte, um sich selber einzugestehen, dass ihre Freundschaft
mit Shana falsch ist und sie eine süchtige, zerstörte Person war.

 

 

 

Für mich persönlich leider eine Enttäuschung. Es gibt sicher
Leser, die hierin eine spannende Geschichte finden. Es ist einfach nicht mein
Genre Horror, der mehr auf Übernatürlichkeit abzielt. Für mich muss eine
Horrorstory wirklich passieren können, sodass ich mich auch gruseln kann. Oder
sie ist so authentisch geschrieben, wie bei Stephan King und das war hier
leider nicht der Fall. Hier hat mich einfach der Klappentext auf eine völlig
falsche Fährte gebracht.
Vielen Dank an 

und den Gulliver Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

 

 

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