Reisebereicht Tansania

Hallo ihr Lieben ♥

Diesen Bereicht zu schreiben, hat tatsächlich länger gedauert, als ich es erwartet habe. Dennoch möchte ich ihn noch vor dem Jahreswechsel beenden. Außerdem wird es nicht mein letzter Reisebereicht sein, denn ich merke, wie sehr mir die Aufarbeitung und auch der Rückblick Spaß machen und vielleicht findet ihr ja für euch auch ein Reiseziel, dass ihr eigentlich gar nicht erwartet habt. Aber keine Sorge das wird auch keine Überhand nehmen, denn so viel reise ich dann leider auch nicht. Genug der Vorworte ich wünsche euch ganz viel Spaß mit meinem Reisebericht und vielleicht schreibt ihr mir ja in den Kommentaren, ob es euch gefällt.

Planung & Realisierung

Es gibt super viele verschiedene Anbieter, die Safarireisen anbieten und hierbei den richtigen zu finden, ist sicherlich nicht schwierig. Uns war schnell klar, dass wir an unserer Safarireise einen Strandurlaub ranhängen möchten. So war Tansania mit der Insel Sansibar das perfekte Urlaubsziel, außerdem muss ich sagen, dass meine Mama durch ihre Arbeit schon in Tansania war und sehr davon geschwärmt hat. Wir haben uns letztendlich für den Anbieter Tanzania Experience entscheiden, die sowohl Individualreisen, als auch schon vorgeplante Gruppenreisen haben. Wobei hier Gruppenreise riesig klingt, aber man sitzt in dem Safariauto nur zu sechst, höchstens siebt, somit ist man keine riesige Reisegruppe, sondern sehr angenehm. Wir hatten leider einen Zwischenanbieter Tourlane, der auf den ersten Blick auch sehr vielversprechend war, dennoch am Ende sehr viel Misskommunikation hatte. Ich kann euch empfehlen, wirklich direkt bei Tanzania Experience die Reise anzufragen und auch zu buchen. Die Mitarbeiter sind sehr hilfbereit und zuvorkommend. Ich verlinke euch den Anbieter mal. Es ist keine Werbung bei der Geld oder sowas hintersteckt. Ich kann sie einfach aus Überzeugung empfehlen. Unsere Reise hieß übrigens Beeindruckendes Tansania mit anschließendem Sansibar Aufenthalt.

Die Reise

Tag 1

Gestartet sind wir am Sonntag den 10.07.2022 in Hamburg um 13:05 mit über 2 Stunden Verspätung, die mir den ersten Herzinfarkt der Reise bescherrt hat. Wir hatte nämlich für unseren Zwischenstopp in Istanbul eigentlich 3 Stunden Aufenthalt, aber mit so viel Verspätung hätten wir fast unseren Anschlussflug verpasst und da die Flieger nur einmal täglich zum Kilimandcharo Flughafen fliegen, hätten wir den Start unserer Safari verpasst. Dabei war ich mit meiner Planung einen Tag vorher ankommen zum Entspannen und dem doch recht langen Aufenthalt in Istanbul total glücklich. Letzendlich ist aber alles gut gegangen, da die Sicherheitsleute uns schnell durchgeholfen haben und wir uns direkt an die Schlange zum Einsteigen für den nächsten Flug einreihen konnten. Die Flüge verliefen beide total angenehm, auch wenn man schon einige Zeit im Flugzeug sitzt. Angekommen sind wir am Kilimandcharo Flughafen mitten in der Nacht, wo wir dann vor dem nächsten Problem standen.

Tag 2

Wir sind am 11.07.2022 dann um ca. ein Uhr nachts angekommen, man konnte uns aber erst um sechs Uhr abholen, um uns zu unserer ersten Unterkunft zu fahren. So hatten wir 5 Stunden zu überbrücken, die leider nicht nur durch Ankunft, Visa und Coronatest umgegangen sind. So hatten wir noch ca. 4 Stunden zu warten und leider gibt es hier keine Ankunftshallen, sowie wir das kennen, sondern wirklich nur einen kleinen Ausgang. Zum Glück war das Personal so freundlich und hat uns drin sitzen lassen, ansonsten hätten wir draußen im Dunklen gesessen. Also man sollte wirklich nicht davon ausgehen, dass man überall so einen Flughafenkomfort wie in Europa hat. Nachdem wir dann aber in unserer Unterkunft angekommen sind, haben wir den Tag entspannt, uns aklimatisiert und sind früh ins Bett gegegangen, damit wir bereit für die aufregende Safari sind.

Tag 3


Quelle: GoogleMaps

Für das Verständnis habe ich euch mal bei Google Maps den Routenplan ausgedruckt, denn in ich finde, wenn man ein Land oder ein Ort gar nicht kennt, kann man sich die Entfernungen auch immer voll schlecht vorstellen. Auf jeden Fall sind wir früh am morgen losgefahren in Arusha und so gegen 11 Uhr am Tarangire Nationalpark angekommen. Der Tarangire Nationalpark ist bekannt für seine Affenbäume (Baobab). Diese Bäume werden auch Elefantenbäume genannt, da die Elefanten diese Bäume teilweise aushöhlen um an Wasser zu kommen. Denn die Bäume haben einen riesigen Wasserspeicher. Der Tarangire Nationalpark wird auch Parc with the Tree hanging Lions genannt, da hier die Löwen häufig in den Bäumen schlafen. Leider haben wir hier keine schlafenden Löwen gesehen, sondern erst in der Serengeti. Dafür gab es viele Elefanten und andere Tiere zu sehen. Es war einfach unglaublich faszinierend. Übrigens wenn ich demnächst mal wieder König der Löwen schaut, achtet mal darauf, wie der Baum aussieht aufdem Rafiki wohnt. Es ist nämlich einer der sogenannten Affenbäume. Wir haben den ganzen Tag in Nationalpark verbracht und mir hat sogar ein Affe meine Banane geklaut oder nur meine halbe, denn die andere Hälfte habe ich aus Schreck festgehalten. Schon alleine die ersten Eindrücke waren unglaublich, wir haben Zebras, Elefanten, Affen, Löwen und auch Warzenschweine gesehen. Übernachtet haben wir dann ganz in der Nähe am Lake Manyara in einen wunderschönen Tented Loge mit wahnsinnigem Ausblick.

Tag 4


Quelle: GoogleMaps

An Tag 4 haben wir wieder eine unglaubliche Strecke hingelegt. Wir sind morgens von den Geräuschen der Gnus mit wunderschönen Blick auf den See und die Flamingos aufgewacht, gleich ins Auto gestiegen und los ging die Fahrt in die Serengeti. Wir hatten hier wirklich viel Strecke vor uns, aber da man immer etwas neues zu sehen bekam. Zwischendurch haben wir ein Zwischenstopp an der Aussichtsplattform zum Ngorongoro Krater gemacht. Eines der artenreichesten Nationalparks Tansanias. Der Ausblick war unbeschreiblich und ich habe mich schon auf den Tag gefreut, wenn wir den Krater besichtigen. Auf jeden Fall kam dann eine Strecke, die schon sehr anstrengend war, denn wir sind bestimmt eineinhalb Stunde nur durch Wüste gefahren, auf Straßen, die ich wirklich nicht Straße nennen möchte. Das hat schon ordentlich gerumpelt und ich hätte mir tatsächlich Ohrenschützer gewünscht, denn man hat schon leichte Kopfschmerzen bekommen. Als wir dann aber in der Zentralserengeti ankamen, waren die Schmerzen schnell vergessen. Denn wir haben gleich Leoparden in Bäumen, Elefanten, Büffel und sogar Nashörner gesehen. Die Nashörner leider nur sehr von weitem und nur durchs Fernglas richtig erkennbar. Vielleicht könnt ihr die Umrisse erkennen. Aber es war unglaublich, denn Nashörner sind einfach das Seltenste, was man in der freien Natur in der Serengeti sieht. Sie sind mittlerweile so selten und zurückgezogen, dass es schwierig ist, sie zu sehen. Und somit war mein Traum von allen Big Five Tieren in Afrika gleich am zweiten Tag erfüllt. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was das für ein Gefühl war die Tiere in der ihrem Lebensraum zu sehen.

Falls euch die Big Five nicht sagen. Es handelt sich hierbei um die fünf Tiere in Afrika, die man am seltensten sieht. Früher waren es die Tiere, die sehr beliebt bei Jägern waren, die Tiere, die am schwierigsten zu jagen waren. Heute zum Glück achten die Tansanier sehr auf ihre Nationalparks, denn in ihnen darf nicht gejagdt werden. Es gibt bestimmte Parks, die für die Jagd freigegeben sind, aber das sind keine Parks, die man jetzt als Tourist besucht. Auf jeden Fall zählen zu den Big Five Elefanten, Leoparden, Büffel, Nashörner und Löwen. Alles einfach an zwei Tagen, ihr könnt euch vorstellen wie überfordert meine Gedanken einfach waren. Spät abends als die Sonne gerade als riesiger rote Ball untergegangen, sind wir bei unserem Zelt mitten in der Safari angekommen. Das Zelt war einfach genial, toller Komfort mitten zwischen den Tieren. Unglaublich!

Tag 5

Für den 5. Tag gibt es keine Googlemap, da wir den ganzen Tag durch die Central Serengeti gefahren sind und das kann ich wirklich nicht mehr nachverfolgen. Auf jeden Fall hatten wir ein unglaublichen Tag mit einer Hülle von Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum. Löwen, Geparden, Leoparden, Giraffen, Elefanten uvm. Wusstet ihr übrigens, dass wir in den Zoos überwiegend Asiatische Elefanten haben? Afrikanische Elefanten sind nicht domestizierbar, d.h. in Gefangenschaft würden sie sterben. Man kann sie nicht trainieren oder auch reiten, wie die asiatischen. Afrikanische Elefanten erkennt man auch an den größeren Ohren. Löwen liegen meistens nur faul im Schatten, diese wunderschönen Großkatzen jagen meistens im Morgengrauen. Außerdem jagen nur die Löwinnen. Die einzige Kämpfe, die die Männer austragen sind Teritorialkämpfe oder wenn sie ihre Löwinnen beschützen müssen. Wir durften nicht häufig aussteigen, aber gerade für Mittag gab es immer bestimmte Plätze und bei einem Fluss voller Hippos dort durften wir auch aussteigen und ich muss sagen unser Guide war da sehr entspannt. Er erzählte uns, dass hier auch häufiger Mal Krokodile sind, aber wir sollen keine Angst haben, er sieht gerade keine. Dann ist er entspannt zu dem Auto gegangen und wir durften zu den Hippos. Unfassbar nah und plötzlich tauchten auch zwei Krokodile auf, aber die waren zum Glück nicht so nah. Aber in Deutschland wäre niemand so entspannt geblieben. Dennoch hatte ich zu keinem Zeitpunkt mich Unwohl gefühlt. Ich glaube man übernimmt einfach das entspannte Hakuna Matata, keine Sorgen! Auf jeden Fall war auch Tag 5 voller Abenteuer.

Tag 6

Tag 6 ist unserer letzte Tag auf der Safari. Morgens ging es los von der Serengeti in den Ngorongoro Krater. Der Krater gehört zu einem jetzt nicht mehr aktiven Vulkan, der nicht durch eine Eroption enstanden ist. Denn er ist ein Einburchkrater, der enstanden ist als ein Vulkanberg in sich eingebrochen ist. Ziemlich cool, wie ich finde. Ich wusste nämlich gar nicht, dass es sowas gibt. Die Seitenwände sind zwischen 400 und 600m hoch und innen ist der Krater sehr artenreich, grün und mit einem See in der Mitte gefüllt. An diesem Tag haben wir unglaublich viele Löwen gesehen und auch Löwinnen, die einfach direkt neben den Zebras und Gnus geschlafen haben. Damit hätte ich nicht gerechnet, die Zebras waren total entspannt, aber die Löwinnen anscheinend auch total satt. Am Ende des Tages haben wir unsere letzte Unterkunft auf dem Tansania Festland bezogen. Ein uriges Farmhaus, dass noch aus den Kolonialzeiten stammt. Wunderschön und das Essen war hier unglaublich. Alles frisch vom Feld und das hat man sofort geschmeckt.

Tag 7-16

Am siebten Tag haben wir das Festland Tansania verlassen und sind mit einem sehr kleinen Flugzeug nach Sansibar geflogen und wer gedacht hat, dass der Flughafen am Kilimancharo klein war, dann kann ich euch sagen Arsuha ist noch viel kleiner. Man steht praktisch vor dem Rollfeld und läuft zu Fuß zum Flugzeug. Ich sag euch, dass war schon ein Erlebnis für sich. Auf Sansibar angekommen haben wir dann ein paar wundervolle Strandtage verbracht mit viel Sonne, Wind und Meer. Viel haben wir tatsächlich gar nicht unternommen, da wir sehr ausgelaugt waren von der Safari. Man sitzt zwar viel im Auto, aber ich war doch mental einfach total voll. Dennoch haben wir nicht nur den Bauch in die Sonne gehalten, sondern sind auch schwimmen und kiten gegangen. Einen Tag haben wir uns Stonetown angeschaut, die Haupstadt sozusagen von Sansibar, wo auch Freddie Mercury geboren ist. Außerdem noch die Gefängnisinsel Prison Island besucht, die tatsächlich nie als Gefängnis genutzt wurde, sondern als Qurantäne Station für Gelbfieberkranke genutzt. Also eigentlich ein Ort zum Sterben. Auf dieser Insel leben auch Aldabra-Riesenschildkröten, die wirklich riesig und total lieb sind. Wir durften sie mit Blättern füttern und sogar streicheln. Alles in allem war das Wasser so blau und die Strände so weiß, wie man es von den Bildern kennt und die Insel und die Menschen da auch sehr zu empfehlen. Wir haben unsere Zeit im Mahali Sanisbar in Paje verbracht, ein sehr kleines liebevolles Hotel direkt am Stran von zwei Kitesurfer geführt. Die ihre Liebe zum Hobby zum Beruf gemacht haben. Das Hotel lag direkt am Strand und das Essen war einfach toll, das Personal aufmerksam und alle einfach nett. Natürlich darf man sowohl für Tansania Festland als auch für Sansibar nie vergessen, dass man sich in Afrika befindet und nicht in Europa. Wir hatten es immer mal wieder mit Stromausfällen zu tun und es gab auch viele Ecken mit sehr viel Müll, dass die Menschen hier einfach auf der Straße verbrennen. Auch wenn sich Tansania bemüht, haben sie das Müllproblem absolut nicht im Griff. Trotzdem war es eine wunderschöne Reise und ich würde es immer wieder machen. Vor der Reise habe ich immer gesagt, dass macht man nur einmal im Leben jetzt würde ich es ohne zu zögern immer wieder buchen. Es war einfach unglaublich. Wenn ihr Fragen dazu habt, schreibt mich gerne an oder auch in die Kommentare. Ich freue mich immer, wenn ich mehr über die Reise berrichten kann. Auch wenn ihr gerne mehr Reisebericht wollt oder auch Empfehlungen, wie mir meine Urlaubsländer so gefallen haben.

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4 Comments

  1. Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee

    29. Dezember 2022 at 19:26

    Hallo Jenny,
    wow! Das klingt nach einem traumhaften Urlaub. Und die Bilder sprechen hier ja auch für sich. Du hast so eine schöne Zeit gehabt und ich denke, die Erinnerungen werden dir bis in alle Ewigkeit bleiben. Das wünsche ich dir auf jeden Fall.

    Ich danke dir für diesen schönen Bericht und für diese Fotos. <3

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    Reply
    • Jenny

      12. Januar 2023 at 15:10

      Hallo liebe Tanja,

      jaa die Erinnerungen bleiben auf ewig. Das war einfach unbeschreiblich und unglaublich. Es war gar nicht so einfach den Beitrag nur mit Bildern zu fluten. Ich habe einfach sooo viele 😀

      Liebe Grüße
      Jenny

      Reply
  2. Dana - Bambinis Bücherzauber

    20. Januar 2023 at 15:22

    Hallo Jenny,
    ein wirklich schöner Reisebericht von dir, der einem deine Erfahrungen gut näherbringt! Eine Safari ist nun auch nicht unbedingt das, was jeder ständig macht, viele vermutlich nie 😉 Interessant wäre das bestimmt, es steht bisher jetzt aber nicht auf meiner ToDo Liste für Urlaube 😉
    Einiges scheint etwas anstrengend und nicht ganz so super gewesen zu sein, schon begonnen mit der unplanmäßigen “Nacht” am Flughafen zu Beginn und einigen rumpeligen Kilometern im Auto. Aber wenn man dafür dann so viele tolle Tiere in so schöner Umgebung sehen kann, dann glaube ich auch gern, dass die Strapazen dann schnell vergessen sind.
    Danke für die schönen Einblicke 🙂
    Liebe Grüße,
    Dana

    Reply
    • Jenny

      23. Januar 2023 at 9:23

      Hallo liebe Dana,

      nein das stimmt, für viele ist das nicht Priorität auf der Urlaubsliste oder vielleicht auch einfach zu teuer. Ich kann aber sagen, wenn man Lust hat, sollte man es unbedingt machen. Die Erfahrung war einfach unglaublich, auch wenn es die ein oder anderen Schwierigkeiten gab, aber das lässt sich doch alles händeln und die Menschen dort, waren auch alle einfach so freundlich und hilfsbereit. Das hat es alle einfacher gemacht.

      Liebe Grüße
      Jenny

      Reply

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