Das Reich der Vampire: A Tale of Blood and Darkness – Jay Kristoff

Das Reich der Vampire: 1. A Tale of Blood and Darkness
Fischer Tor | 1024 Seiten | 26€ D Hardcover → Zum Verlag | 29.06.2022 | Fantasy

Werbung | Leserundenexemplar

Vor 27 Jahren ging die Sonne unter – und seitdem sind die Armeen der Vampire auf dem Vormarsch. Stück für Stück haben sie ihr ewiges Reich ausgedehnt und den Menschen den Boden streitig gemacht, bis nur noch an wenigen Orten ein unbeschwertes Leben möglich ist. Kleine Inseln des Lichts in einem Meer aus ewiger Finsternis.

Als der junge Gabriel de León sein Heimatdorf verlassen muss, führt ihn sein Weg nach San Michon, zum Orden der Silberwächter, einer heiligen Bruderschaft, die das Reich und die Kirche gegen den Ansturm der Bestien verteidigt. Und noch ahnt er nicht, dass er zur größten Legende des Ordens werden wird – und zur letzten Hoffnung einer sterbenden Welt.
(www.fischerverlage.de)


Jay Kristoff verbrachte den Großteil seiner Jugend mit einem Haufen Bücher und zwanzigseitiger Würfel in seinem spärlich beleuchteten Zimmer. Als Master of Arts verfügt er über keine nennenswerte Bildung. Er ist zwei Meter groß und hat laut Statistik noch 11.500 Tage zu leben. Zusammen mit seiner Frau und dem faulsten Jack-Russell-Terrier der Welt lebt er in Melbourne. Jay Kristoff glaubt nicht an Happy Ends.
(www.fischerverlage.de)

“Es gibt kein tieferes Elend als das Leid, dem man sich allein stellen muss. Keine dunkleren Nächte als die, die man allein verbringt. Aber man lernt, mit der Belastung zu leben. Aus Narben kann ein Schutzschild werden.” (Das Reich der Vampire, S. 46)

Das Cover ist ein richtiges Highlight mit der hervorgehobenen roten Glanzfolie und den vielen kleinen Details. Für mich ein absoluter Eyecatcher.

Der Schreibstil des Autors ist detailreich, düster und sehr atmosphärisch, sodass ich mich sehr gut in die Geschichte einfinden konnte. Man konnte die Stimmung förmlich vielen und die Dunkelheit erahnen. Die Geschichte wechselt zwischen der Erzähler- und der Ich-Perspektive, da Gabriel hier seine Geschichte selber erzählt. Immer wenn wir in der Gegenwart sind, ist die Erzählerperspektive an der Reihe und wenn Gabriel über seine Vergangenheit spricht, macht er es in der Ich-Perspektive. Zu Beginn war es für mich etwas gewöhnungsbedürftig, dennoch habe ich mich schnell daran gewöhnt.

Vorrangig handelt die Geschichte von Gabriel de Léon, der in einem Turm sitzt und seiner Verurteilung entgegensieht. Aber dann kommt ein Vampir rein und möchte Gabriels Geschichte kennenlernen und so lernen auch wir die Geschichte kennen. Dabei ist die Geschichte eigentlich in drei Handlungsstränge unterteilt, einmal die Gegenwart und zwei Handlungsstränge über die Vergangenheit, denn Gabriel springt bei seiner Erzählung immer zwischen zwei Gegebenheiten. So wird die Spannung hochgehalten, aber man hat auch schon ein paar kleine Spoiler. Auf jeden Fall ist Gabriel eine wirklich bemerkenswert loyal, starke, aber doch auch überhebliche Persönlichkeit. Er hat mehr Ecken und Kanten als alles andere und trotzdem ist er auch sympathisch.

Nachdem ich eine Eingewöhnungsphase für die Geschichte gebraucht habe, aufgrund der wechselnden Erzählperspektive und auch den Zeitsprüngen, konnte mich die Geschichte dann aber total abholen. Sie ist düster, grausam und brutal und dennoch zieht sich immer wieder ein Hoffnungsschimmer durch die Geschichte. Ich mochte das Worldbuilding mit den unterschiedlichen Vampirarten und den Halbvampiren, aber ich mochte auch die viele unterschiedlichen Charaktere, die Gabriel auf seinem Abenteuer begleiten. Vor allem aber konnte die Geschichte mich mit ihren Enthüllungen zwischendurch total überraschen, mit einigen Wendungen habe ich echt nicht gerechnet. Es ist mein erstes Buch des Autors, aber definitiv nicht mein letztes, mir hat des Gesamtpaket einfach wahnsinnig gut unterhalten und dann hat es auch noch so ein geniales Design bekommen mit so viel Liebe zum Detail.

Das Reich der Vampire: A Tale of Blood and Darkness ist düstere, komplexe und äußerst spannende Highfantasy. Dabei erzählt uns Gabriel de Leon seine eigene Geschichte auf eine besondere Art und Weise mit der ich erstmal eine kleine Eingewöhnungsphase gebraucht habe, aber nachdem man sich daran gewöhnt, ist es schon irgendwie genial. Die Geschichte ist grausam, brutal und sehr eindringlich. Es ist mein erstes Buch von dem Autor, aber sicherlich nicht mein letztes.

©
Foto: Jennifer Boldt
Cover: Fischer Verlage

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