We were liars – e. lockhart

We were liars | Spin-Off: family of liars
Ravensburger Verlag | 320 Seiten | 14,99€ D Klappenbroschur → Zum Verlag | 01.07.2022 | Jugendbuch

Werbung | Rezensionsexemplar

Cadence Sinclair Eastman weiß, dass ihre Familie etwas vor ihr verbirgt. Jeden Sommer verbringen die Sinclairs auf ihrer Privatinsel mit den luxuriösen Häusern vor der Küste Massachusetts. Doch vor zwei Jahren ist etwas passiert, woran sich Cadence nicht erinnern kann und worüber niemand mit ihr spricht. Auch nicht Gat, der Außenseiter, der Cadence auf eine Weise berührt hat, die ihr den Atem raubt, und der seit zwei Jahren auf keine ihrer Nachrichten reagiert …
(www.ravensburger.de)

Emily Lockhart studierte Schreiben und Literatur an der Vassar und an der Columbia University und steht im ständigen Austausch mit ihren Fans.
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Das Cover ist sehr cool und passt auch super zur Geschichte, vor allem die verwischte Schrift mag ich sehr.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht mit kurzen Sätzen und für mich etwas gewöhnungsbedürftig, da es teilweise etwas abgehackt war. Aber es passt halt auch einfach so gut zu den Gedanken der Protagonistin, dennoch habe ich etwas Zeit gebraucht, um richtig in die Geschichte zu finden. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Cadence erzählt.

Cadence ist auch schon der Hauptcharakter der Geschichte, da wir über sie viel mehr erfahren als über Gat, Mirren und Johnny. Dennoch sind sie sehr wichtige und auch prägende Charaktere. Während Johnny, Mirren und Cadence zu einer Familie gehören, ist Gat eher ein Außenseiter nur ein Gast auf der Insel und doch ist es der, der Cadence am meisten berrührt. Durch ihn hinterfragt sie Dinge und nimmt ihren Reichtum nicht nur als gegeben hin. Die vier Jugendliche sind gerade sehr in einer Findungsphase zum Erwachsenwerden, während die Familie außenherum zerbricht an dem Tod von Cadence Oma. Es ist wirklich ziemlich spannend zu sehen, wie sich die Gruppendynamik zwischen den vier Jugendlichen ändert.

Auch wenn ich zu Beginn durch den sehr distanzierten Schreibstil etwas in die Geschichte gebraucht habe, ist die Handlung durchweg spannend. Denn wir halten von Cadence zwischendurch immer wieder Einblicke in die Vergangenheit, in den Sommer von vor zwei Jahren, an den sie sich leider immer nur schemenhaft erinnert. Die Spannung bis hin zur Auflösung wird immer weiter gesteigert und dann kommt die Erinnerung mit einem Knall und plötzlich ist alles ganz anders. Und ich kann auch sagen, dass ich die Auflösung erst wirklich spät habe kommen sehen und letztendlich war alles so logisch. Ein Sommer voller Spannung, Lügen und Liebe, eine Geschichte voller Geheimnisse und Lügen. Cadences Entwicklung ist einfach unglaublich und alles andere als perfekt, weit weg von dem perfekten Scheint der Sommerinsel.

We were liars ist ein faszinierendes Jugendbuch voller Geheimnisse, Lügen und vier Jugendliche, die den Sommer auf einer Privatinsel verbringend. Während die Spannung immer weiteraufgebaut wird, was den vor zwei Jahren auf der Insel passiert ist, erleben wir auch Cadence aktuelles Leben auf der Insel. Auch wenn für mich der Schreibstil zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig war, hat mich die Geschichte am Ende doch umgehauen, denn damit habe ich einfach wirklich nicht gerechnet. Richtig gutes Ende auch wenn man am Anfang etwas braucht, um in die Geschichte reinzukommen. Ein Sommer voller Liebe, Lügen und Geheimnisse.

©
Foto: Jennifer Boldt
Cover: Ravensburger Verlag

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2 Comments

  1. Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee

    21. Januar 2023 at 9:15

    Hallo liebe Jenny,
    dieses Buch hatte ich bislang noch gar nicht im Blick. Du hast mich mit deinen Worten aber sehr neugierig gemacht. Dass du das Ende so hast gar nicht kommen sehen und dass es dich so zu überraschen wusste, spricht definitiv für die Geschichte. Auch die Charaktere klingen allesamt sehr interessant.

    Mich würde noch interessieren, wie die Liebesgeschichte dargestellt wurde. Gab es eine? Hat sie dich berührt oder war sie eher nebensächlich?

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    PS: Wo ich gerade deine Bilder unter “You Might Also Like…” sehe: Leni und ich haben am letzten Wochenende einen Bloggerbrunch zum Thema Buchfotografie gehalten. Da ich ja ein großer Fan deiner Fotos bin, habe ich dich darin auch erwähnen müssen. Ich hoffe, das war okay. Vielleicht hast du ja auch Lust im Nachhinein noch einen kleinen Tipp in den Kommentaren zu hinterlassen. Ich könnte mir vorstellen, dass du vielleicht noch Anregungen hast, die unsere Leser/innen und auch uns in der Entwicklung helfen könnten. Nur, wenn du magst, natürlich :o)

    Reply
    • Jenny

      23. Januar 2023 at 9:42

      Hallo liebe Tanja,

      jaa das Buch ist an mir auch erst vorbeigegangen. Also die Liebesgeschichte hat für Cadence schon eine sehr wichtige Bedeutung und ich würde sie auch nicht als nebensächlich beschreiben. Sie drängt sich aber auch nicht in den Vordergrund, sondern passt perfekt in die Geschichte. Nicht zu viel, nicht zu wenig.

      Wow vielen Dank. Ich werde ja schon ein kleines bisschen rot 😀 Da schaue ich doch gleich mal vorbei und gebe gerne Tipps 🙂

      Liebe Grüße
      Jenny

      Reply

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