Im Schatten des Sonnenkönigs: Die Gabe – E.M. Castellan

Im Schatten des Sonnenkönigs: 1. Die Gabe Leseprobe
cbt | 416 Seiten | 13€ D Klappenbroschur → Zum Verlag | 12.07.2021 | Historische Fantasy

Werbung | Rezensionsexemplar

1661, am Hof des Sonnenkönigs. Die 17-jährige Henriette D’Angleterre heiratet den Bruder des Sonnenkönigs, eine politische Zweckehe. Dabei verbirgt Henriette ein gefährliches Geheimnis: Sie besitzt Magie – etwas, das in die Hände ihrer Feinde spielen könnte. Zwar ist Louis XIV selbst Magier, aber ein tödlicher Attentäter bedroht das Leben all jener, die eine magische Gabe besitzen. Darf sich Henriette dem unberechenbaren Sonnenkönig anvertrauen?
(www.penguinrandomhouse.de)

E.M. Castellan wuchs in Frankreich auf, lebt aber inzwischen in London. Sie liebt alles, was mit Geschichte zu tun hat, und ist besonders vom 17. Jahrhundert in Frankreich und dem Alten Rom fasziniert. Ihre Geschichten wurden zweimal auf Wattpad vorgestellt, über 350.000 Mal gelesen und haben den Wattpad Award (Wattys) gewonnen.
(www.penguinrandomhouse.de)

“Einer würde das Herz gebrochen werden, eine würde aufsteigen und dann fallen, eine würde betrogen werden und eine würde sterben. Ich hatte immer noch keine Ahnung, wer die vier waren. Arthénais, Louise und ich waren alle etwa zur selben Zeit an den Hof gekommen, es war also möglich, dass wir zu den vier Jungfern gehörten. Aber wer war dann die vierte? Und wer von uns sollte welche Jungfer sein?” (Im Schatten des Sonnenkönigs: Die Gabe, S. 393)

Das Cover ist sehr schlicht, passt aber mit seinen Details sehr gut zur Geschichte. Mich erinnert es so ein bisschen vom Stil her auch an ältere Cover.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht, dem geschichtlichen Hintergrund angepasst und atmosphärisch, sodass man sehr gut in die Zeit um 1661 eintauchen kann. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Henriette erzählt.

Besonders fasziniert hat mich, dass die Autorin die Charaktere aus dem geschichtlichen Hintergrund so detailgetreu auch übernommen hat. Im Nachwort beschreibt sie, dass es die Charaktere wirklich gegeben hat und das auch viel aus der Zeit noch dokumentiert ist. Daher macht es die Geschichte und auch die Charaktere nur noch faszinierender. Natürlich hat sie aber die Magie schon angedichtet. Trotzdem ist die Protagonistin Henriette eine wirklich sehr glanzvolle und spannende Persönlichkeit mit der man wunderbar Abenteuer erleben kann. Ich mochte hier das Zusammenspiel zwischen Historik und Magie sehr.

Auch in die Handlung sind einige historische Ereignisse miteingeflossen und spannend mit Magie umwoben worden. Dabei hat mir auch die Art der Magie sehr gut gefallen, denn es gibt in der Geschichte Magician, die die den Zauber ausführen und Quellen Menschen, die die Magie in sich tragen und ohne einander kann kein Zauber gewirkt werden. Somit gibt es immer eine Symbiose. Durch die Morde und die Ungewissheit erhält die Geschichte noch das richtige Maß an Spannung. Auch wenn sie an manchen Stellen noch mehr Tempo verdient hätte, konnte mich die Geschichte unglaublich faszinieren. Gerade auf den historischen Hinblick und die Einbindung der Magie konnte mich das Buch verzaubern.

Im Schatten des Sonnenkönigs: Die Gabe hat alles, was ich mir von einem historischen Fantasybuch wünsche. Authentische und historisch nahe Charaktere, sowie eine Prise Magie. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass die Geschichte vielleicht noch etwas mehr Tempo erhält, dennoch hat sie auf jeden Fall ihre Spannungshöhepunkte. Was mich halt am meisten fasziniert hat, ist das die Autorin sich doch sehr an die historischen Fakten gehalten hat und nur noch eine Portion Magie dazugegeben hat.

©
Foto: Jennifer Boldt
Cover: Penguin Random House Verlagsgruppe

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