Mirage: Die Schattenprinzessin – Somaiya Daud

1. Mirage: Die Schattenprinzessin → Leseprobe | 2. Court of Lions
Heyne | 368 Seiten | 15,00€ D Hardcover → Zum Verlag | 08.04.2019 | Fantasy

Werbung | Rezensionsexemplar

In einer fernen Welt: Amanis Heimatplanet Cadiz ist seit Langem grausam unterdrückt vom Volk der Vath, das aus einer fremden Galaxie gekommen ist. Ausgerechnet am Festtag von Amanis Erwachsenwerden tauchen plötzlich Kampfroboter auf und entführen sie an den Hof des Vath-Königs. Als Amani dessen einzige Tochter sieht, versteht sie schlagartig, warum: Sie ähnelt Prinzessin Maram wie ein eineiiger Zwilling. Der perfide Plan: Die Prinzessin ist allgemein verhasst, also soll Amani in gefährlichen Situationen als ihr Double einspringen. Jeder Versuch, sich der tödlichen Aufgabe zu entziehen, wird im Keim erstickt. Amani ist verzweifelt – bis sie den ebenso gutaussehenden wie klugen Prinzen Idris trifft. Er scheint als einziger zu sehen, dass die Prinzessin verändert ist. Doch Idris ist niemand anderes als Marams Verlobter, und je näher Amani ihm kommt, desto gefährlicher wird ihr Spiel mit dem Feuer.
(www.randomhouse.de)

Somaiya Daud promoviert gerade an der University of Washington in englischer Literatur. Neben ihrem Studium arbeitete sie als Buchhändlerin für Kinder- und Jugendliteratur. In ihrer Freizeit begeistert sich Somaiya Daud für arabische Poesie, die Schwarze Romantik und Sternbilder. MIRAGE ist ihr Debüt-Roman.
(www.randomhouse.de)

“Die Krone von Dihya war mir entrissen, mein Gesicht verändert und mein Körper gebrochen worden. Aber ich war keine Sklavin und auch kein Ersatz.” (Mirage: Die Schattenprinzessin, S. 69)

Das Cover gehört jetzt nicht wirklich zu meinen Lieblingscovern. Es ist sehr schlicht, aber die Farbe ist auch irgendwie nicht meins. Also vom Cover her würde ich nicht zu dem Buch greifen, dafür ist der Klappentext und die Geschichte aber umso überzeugender.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig. Der Weltenentwurf ist wirklich toll, nur ist sie mit den Details etwas sparsam. Sie hätte in ihrer Beschreibung gerne noch vielfältiger und detailreich sein dürfen. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Amani erzählt.

Amani ist ein taffes Mädchen, dass aus ihrem Leben gerissen wird. Von ihrer Familie getrennt, muss sie das Leben einer Anderen leben. Denn sie sieht aus wie die Prinzessin Maram. Und Maram ist nicht sehr beliebt in der Bevölkerung und muss sich vor Attentaten in Acht nehmen. Dabei kommt dann Amani ins Spiel, die ihr Leben in brenzlichen Situationen riskiert und als Double auftritt. Amani wird gedemütigt, geschlagen und ihrer Selbst beraubt, dennoch gibt sie nicht auf und kämpft für sich und ihre Familie. Außerdem intrigiert sie im Verborgenen gegen die Prinzessin und gegen die Königsfamilie. Jedoch scheint sie nicht mehr nur für sich und ihre Familie zu kämpfen, sondern auch noch für den klugen Prinzen Idris. Prinz Idris, der eigentlich der Verlobte der Prinzessin ist, jedoch Armanis Herz höherschlagen lässt.

Was ich sehr gut finde, ist die detaillierte Karte zu Beginn und auch die kleine Illustration über jedem Kapitelbeginn. Sodass man immer sofort erfährt, wo sich die Geschichte gerade befindet, also auf welchem Planeten. Wie schon oben gesagt, finde ich den Weltenaufbau wirklich faszinierend und interessant. Jedoch hätte ich mir das Ganze noch ein bisschen detailreicher gewünscht. Die Geschichte beginnt sehr dramatisch und man wird in die Welt von Amani hineingeworfen. Man erlebt eigentlich ihren bis dahin schlimmsten Tag. Danach wird die Geschichte etwas ruhiger und wir lernen die Charaktere und ihre Funktion langsam kennen. Erst gegen Ende baut sich die Spannung richtig auf. Und nach dem Ende kann ich kaum erwarten zu erfahren, wie es weitergeht. Ich habe von der Geschichte schon etwas mehr erwartet, finde aber gerade den letzten Teil richtig gut.

Mirage: Die Schattenprinzessin ist ein interessanter und orientalisch angehauchter Auftakt in einer fremden Galaxie. Die Mischung aus Orient und Science Fiktion ist hierbei sehr gut gelungen. Obwohl ich mir den Weltenaufbau etwas detailreicher gewünscht hätte. Dennoch hat mich gerade die mutige Protagonistin Amin für sich eingenommen. Außerdem bin ich schon wirklich neugierig, wie es weitergeht.

©
Foto: Jennifer Boldt
Cover: Heyne Verlag
Rezensionsüberschriften: Pixabay/Adobe Illustrator// Jennifer Boldt

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3 Comments

  1. Dana - Bambinis Bücherzauber

    28. Mai 2019 at 9:08

    Hallo Jenny,
    das Buch kam mir ejtzt gar nciht so bekannt vor, vielleicht ist es aber auch einfach nicht so hängen geblieben, weil das Cover nicht so einprägsam ist. Von der Geschichte klingt es zumindest ganz interessant, auchw enn es schade ist, dass man von der Welt nocht soo viel erfährt, wie man sich zwischendurch dann wünscht. Gerade wenn es doch etwas ausgefallener ist, wünscht man sich ja mehr Details, damit man sich gut zurecht findet, weiß wie alles zusammenhängt usw..
    Da es ja eine Reihe wird, werde ich wohl erst mal schauen, wie die Meinungen so weitergehen 🙂
    Lg Dana

    Reply
    • Jenny

      28. Mai 2019 at 9:49

      Liebe Dana,

      jaa das Cover finde ich auch nicht sehr einprägsam, aber dafür hat mich den Klappentext damals überzeugt 🙂 Hmm ja es ist sicher gut zu warten, denn es kann ja sein, dass der zweite Band sich viel besser entwickelt.

      Liebe Grüße
      Jenny

      Reply
  2. Tanja

    29. Mai 2019 at 18:57

    Hallo liebe Jenny,
    also eine Geschichte mit einem Setting, das eine Kombination aus Orient und SciFi darstellt, habe ich bislang auch noch nicht gelesen. Das hört sich richtig interessant an. Ich freue mich, dass du so schöne Lesestunden mit der Geschichte hattest. Ich werde das Buch für eine Leselücke im Auge behalten :o)

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    Reply

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