Talus: Die Hexen von Edinburgh – Liza Grimm

Talus: Die Hexen von EdinburghLeseprobe
Knaur | 352 Seiten | 12,99€ D Paperback → Zum Verlag | 01.10.2020 | Fantasy

Werbung | Rezensionsexemplar

Eine skeptische Studentin, die plötzlich einem echten Geist gegenübersteht.
Ein begabter Tarotleger, der sich vor der Zukunft fürchtet.
Eine junge Hexe, die ihre Begabung verflucht.
Ein stolzer Wasserhexer, der die Wahrheit sucht.
Sie alle haben einen Herzenswunsch – und als das sagenumwobenene Artefakt Talus auftaucht, scheint die Erfüllung ihrer größten Träume zum Greifen nah. Aber ein so mächtiger Gegenstand ruft auch böse Mächte auf den Plan. Und je näher sie Talus kommen, desto dunkler werden die Geheimnisse, die das Artefakt enthüllt.
(www.droemer-knaur.de)

Liza Grimm studierte in München Germanistik und verliebte sich währenddessen in Geschichten. Nach ihrem Studium absolvierte sie ein Volontariat bei Neobooks, inzwischen arbeitet sie als Fantasy und Science Fiction Lektorin. Wenn sie gerade nicht schreibt, twittert sie leidenschaftlich gerne über ihren Hund und dreht YouTube-Videos rund um Bücher.
(www.droemer-knaur.de)

Das Cover ist ein absoluter Eyecatcher. Ich liebe es.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht, aber auch mit vielen kurzen Sätzen, sodass es manchmal etwas abgehackt wirkt. Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive erzählt und begleitet die Protagonisten kapitelweise, sodass in jedem Kapitel ein anderer Protagonist begleitet wird. Was mir gerade zu Beginn etwas schwerfiel, da ich so nicht so leicht in die Geschichte einsteigen konnte.

Wir begleiten vier ganz unterschiedliche Menschen auf ihrer Suche nach Talus, einem magischen Artefakt, dass dir deinen Herzenswunsch erfüllt. Zum einen haben wir Erin, eine Frau, die auf der Suche nach Magie ist. Sie liebt ihren Job als Guide von Geistertouren und würde alles für ihre Familie machen. Sie wünscht sich so sehr Magie zu lernen, damit sie ihrer kranken Tante helfen kann. Dann haben wir Noah, ein aufstrebender Hexer, der eine Art Polizist der Hexenwelt ist. Sein Leben ist geprägt von Missachtung seines Vaters und sein aufstrebender Wille nach Zuneigung oder zumindest Anerkennung. Lu ist eine Hexe, die mit ihrer Magie und Begabung nicht zufrieden ist und Kaito ist ein Tarot Kartenleger, der sich vor der Macht von Talus fürchtet.

Die Welt, die Liza Grimm hier gestaltet, ist wirklich faszinierend. Der Vortex, Ort der Magie, die verschiedenen Hexenzirkel und auch die Welt der Hexen ist sehr schön gestaltet. Jedoch wirkt es manchmal etwas zu viel für die Geschichte, dabei ist es immer schwer wie man die Informationen in die Geschichte miteinbindet. Aber hier hatte ich gerade zu Beginn echt Schwierigkeiten in die Geschichte einzusteigen. Mir haben sich die Zusammenhänge nicht so sehr erschlossen und ich kam auch nur schwer mit den Charakteren zusammen. Sie sind alle wirklich interessant gestaltet, aber wir haben irgendwie nicht zusammengefunden. Ich habe gemerkt, dass ich auch einfach nicht so sehr mit den Charakteren mitgefiebert habe. Die Story an sich fand ich aber klasse, sobald die Handlungsstränge zusammenlaufen, steigt auch der Spannungsbogen und die Idee finde ich auch einfach klasse.

Talus: Die Hexen von Edinburgh bietet eine magische Kulisse und auch einen wirklich spannenden Ansatz. Die Idee der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, jedoch habe ich nicht so richtig einen Bezug zu der Geschichte gefunden. Ich habe nicht so sehr mit den Charakteren mitgefiebert, wie ich es mir gewünscht hätte und auch die viele Handlungsstränge haben mich erst eher verwirrt. Jedoch wurde die Geschichte richtig spannend, sobald die Handlungsstränge zusammenlaufen. Die Idee hat mir sehr gut gefallen, aber irgendwie bin ich mit dem Erzählstil nicht wirklich warm geworden.

©
Foto: Jennifer Boldt
Cover: Verlagsgruppe Droemer Knaur
Rezensionsüberschriften: Pixabay/Adobe Illustrator// Jennifer Boldt

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4 Comments

  1. Dana - Bambinis Bücherzauber

    1. November 2020 at 7:53

    Hallo Jenny,
    wie schade, dass du nicht so richtig Zugang zu den Charakteren gefunden hast und daher auch nicht komplett mit ihnen mitfiebern konntest. Manchmal ist das eben leider einfach so, die wechselnden Perspektiven machen es da teilweise wohl auch nicht leichter, sich “einzufinden”. Von der Idee an sich klingt es sonst auf jeden Fall sehr interessant und so wie du sagst, waren ja auch einige tolle Elemente und durchaus Spannung mit dabei.
    Danke für den Einblick ins Buch 🙂
    Liebe Grüße
    Dana

    Reply
  2. Rebecca

    1. November 2020 at 8:42

    Oh je, mit so einem Erzählstil komme ich auch nicht so gut zurecht. Man hat ja dann doch einen Liebling und darf ihn oder sie dann nicht die ganze Zeit begleiten.

    Reply
  3. Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee

    1. November 2020 at 10:41

    Hallo liebe Jenny,
    ich muss sagen, dass du mich mit der Figurenvorstellung gleich hattest. Den Job als Guide von Geistertouren stelle ich mir sehr spannend vor. Auch über den Kartenleger hätte ich gerne mehr gelesen. Sehr schade finde ich, dass die Geschichte auf dich stellenweise etwas überladen gewirkt hat. Auch steht und fällt eine Geschichte oft mit den Charakteren. Für mich ist es auch unglaublich wichtig, dass ich mich auf irgendeine Art mit den Figuren identifizieren kann. Handelt es sich hier um einen Einzelband oder wird es noch eine Fortsetzung geben?

    Ich wünsche dir einen wunderschönen Sonntag.

    Liebe Grüße
    Tanja :o)

    Reply
  4. Sunny

    1. November 2020 at 18:15

    Huhu Jenny,

    ich kann dich so gut verstehen. Ich hatte anfangs auch echt Probleme mit den vielen Handlungssträngen und der Erzählweise. Zum Ende wurde es aber besser. Wie schade, dass du nicht wirklich mit allem warm geworden bist. 🙁

    Liebe Grüße

    Sunny

    Reply

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