Autumn & Leaf – J.K. Bloom

Autumn & Leaf
Sternensand Verlag | 448 Seiten | 14,90€ D Taschenbuch → Zum Verlag | 17.01.2020 | Dystopie

Werbung | Rezensionsexemplar

551 und 556. Das sind ihre Produktnummern, denn sie wurden von einer Maschine erschaffen und in einem Institut großgezogen, wo sie darauf warten, verkauft zu werden. Sie sehen aus wie Menschen, besitzen jedoch keinerlei Rechte, dürfen keine Gefühle haben und schon gar keinen Umgang miteinander pflegen. Doch Autumn und Leaf geben sich Namen, lieben sich in aller Heimlichkeit und planen, zu fliehen. Als Leaf ausgerechnet an einen grausamen Mann verkauft werden soll, muss alles schnell gehen und die Flucht steht kurz bevor. Doch da erfährt Leaf, dass sich Autumn allein davongestohlen hat, ohne sie mitzunehmen. Ihr bleibt nur, sich ihrem Schicksal zu ergeben, denn ohne ihn ist sie eben nur 556. Ein Produkt, dazu verdammt, für die perversen Fantasien ihres neuen Besitzers herzuhalten. Sie ahnt nicht, dass die wahre Grausamkeit ihr noch bevorsteht, denn Autumn hat das Institut nicht freiwillig verlassen …
(www.sternensand-verlag.ch)

J. K. Bloom schreibt schon, seit sie elf Jahre alt ist. Das Erschaffen neuer Welten ist ihre Leidenschaft, seitdem sie das erste Mal ein Gefühl für ihre Geschichten bekam. Sie ist selbst abenteuerlustig und reist sehr gern. Wenn sie ihre Nase nicht gerade zwischen die Seiten eines Buches steckt, schreibt sie, beschäftigt sich mit ihren zwei Katzen oder plant schon die nächste Reise an einen unbekannten Ort.
(www.sternensand-verlag.ch)

“»Ich habe bisher über jedes meiner Produkte verfügt. Jedes. Wir hatten Spaß und nur ich entschied, wann das Leben eines Wunschkindes endete.«”(Autumn & Leaf, 73%)

Das Cover sieht wirklich richtig gut aus und gehört einfach in jedes Regal. Ein absoluter Blickfang.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, sodass ich als Leser sehr schnell in die Geschichte eintauchen konnte. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der beiden Protagonisten Autumn und Leaf erzählt.

Autumn und Leaf sind Produkte, Wunschkinder die von einem Institut hergestellt wurden. Sie wachsen in einem Institut auf und dürfen eigentlich keinen Kontakt zueinander haben. Denn Wunschkinder haben keine Gefühle, sie sind nichts weiter als ein Produkt, das nach dem Verkauf ihrem Besitzer zu dienen haben. Jedoch fühlen sich Autumn und Leaf nicht wie Produkte, denn sie fühlen wie jeder andere Mensch auch und lieben sich. Sie wollen für ihre Liebe und ihre Freiheit kämpfen, aber dann kommt doch alles anders als erwartet. Denn Leaf soll verkauft werden und ihr neuer Besitzer hat einen äußerst schlechten Ruf.

“»Bis wir in Freiheit sind.«” (Autumn & Leaf, 3%)

Zum Inhalt möchte ich euch hier nicht allzu viel verraten, denn für mich war es absolut überraschend, denn die Entwicklung habe ich nach dem Klappentext gar nicht kommen sehen. Daher sollt ihr euch einfach selbst überraschen beim Lesen. Für mich ist Autumn & Leaf eine absolut gelungene Dystopie, wirklich ich bin von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Das Zukunftszenario ist gut durchdacht, strukturiert aufgebaut und wirklich beängstigend. Auch die Spannung wird immer wieder hochgehalten und die Charaktere sind authentisch und liebenswert. Rundum eine wirklich fesselnde Dystopie. Aber auch die Zwischenzeilen in der Geschichte sind gut gelungen und man muss sich als Leser immer wieder selber die Frage stellen, wo steht mein moralischer Kompass eigentlich. Was macht uns Menschen wirklich aus und wie erkenne ich, ob ich ein Mensch bin? Was unterscheidet uns wirklich von den Maschinen? Sind Gefühle schon ein Zeichen von Menschlichkeit?

Absolut genial. Ich finde, dass J.K. Bloom eine auf den Punkt perfekte Dystopie erschaffen hat. Die ich wirklich jedem, der das Genre gerne liest, empfehlen kann. Aber auch Verfechter von Liebesgeschichten kommen hier nicht zu kurz.

Autumn & Leaf ist eine fesselnde Dystopie mit liebenswerten Charakteren. Dieses Buch hat eigentlich alles was man braucht. Eine wundervolle Liebesgeschichte, einen wirklich schrecklichen und grausamen Feind und ganz viel Spannung. Außerdem wird man als Leser mit einigen Fragen konfrontiert bei dem man sich fragen muss, wie würde ich reagieren oder handeln. Was wäre mit mir, wenn unsere Zukunft wirklich so aussehen würde?

Das Gewinnspiel

1. Preis: Buch + Goodie Paket, 2.-5. Preis: Goodie Paket

Dieses Gewinnspiel ist Teil der Release-Party zu »Autumn & Leaf« auf Facebook.

Um in den Lostopf zu hüpfen müsst ihr eigentlich nur die Tagesfrage in den Kommentaren beantworten und schon seid ihr mit einem Los im Lostopf.

Was macht für euch Menschlichkeit aus?

Teilnahmebedingungen
Teilnahmeschluss ist der 17. Januar 2020, 23.59h
Veranstalter ist der Sternensand Verlag

©
Foto: Jennifer Boldt
Cover: Sternensand Verlag
Rezensionsüberschriften: Pixabay/Adobe Illustrator// Jennifer Boldt

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11 Comments

  1. J. K. Bloom

    12. Januar 2020 at 16:41

    Oh was für eine schöne Rezension <3 Vielen herzlichen Dank, liebe Jenny <3 Ich war total gerührt * _ *

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  2. Franci Becker

    12. Januar 2020 at 16:44

    Hach, wieder eine Rezension die einfach Lust auf diese Dystopie macht. ♥️ Danke für den Beitrag.

    Menschlichkeit…
    Ich denke nicht, dass man diesen Begriff wirklich individuell definieren kann. Menschlichkeit hat nichts mit der äußeren Erscheinung zu tun, sondern nur in dem, was innen liegt – Emotion, Gefühl, die Fähigkeit frei zu denken (fernab von festgelegten Denkprogrammen in Chip-Form), Herz haben, im poetischen Sinne.

    Reply
  3. Jessica Schmid

    12. Januar 2020 at 17:25

    Huhu eine schwierige Frage für mich ist Menschlichkeit wenn man sich in andere hinein versetzen kann, wenn man bereit ist zu helfen wo andere wegsehen. Menschlichkeit ist für mich wenn man hilfsbereit ist und das Herz am rechten Fleck hat.

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  4. Melanie kurt

    12. Januar 2020 at 17:47

    Hallo!
    Vielen Dank für deinen Beitrag!
    Für mich bedeutet Menschlichkeit ganz eindeutig sich in andere Menschen hineinversetzen zu können, Empathie zu empfinden und nicht seine Meinung auf äußeres aufzubauen!
    Lieben Gruss Melanie kurt

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  5. Stephanie

    12. Januar 2020 at 21:03

    Toller Beitrag!

    Menschlichkeit ist schwer für mich zu definieren. Es sind dabei die inneren Werte, die zählen. Beispielsweise Nächstenliebe, Toleranz… Ja, überhaupt erst Gefühle und Emotionen zu zeigen!

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  6. Christina P.

    12. Januar 2020 at 21:35

    Hallo,
    mittlerweile frage ich mich, wie die beiden wohl zu ihren Namen gekommen sind. Denn das ist ein Bestandteil der Menschlichkeit: Das Zugeständnis der Individualität, dass jeder anders ist, mit eigenen Gefühlen und Ansichten. Ebenso ist Empathie für mich ein Maß der Menschlichkeit, je mehr Mitgefühl und Rücksichtnahme, desto menschlicher ist jemand in meinen Augen.
    LG Christina P. / La Tina

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  7. Jennifer Kraft

    13. Januar 2020 at 0:53

    Eine sehr schöne Rezension, die Lust auf die Geschichte macht. 🙂
    Menschlichkeit ist für mich u.a. die Fähigkeit, empathisch zu sein und Gefühle wie Trauer, Freude, Schmerz etc zu haben, sowie eine eigene Persönlichkeit zu haben und Mitgefühl anderen gegenüber zu zeigen.
    Danke für die tolle Chance! 🙂
    Lg, Jennifer

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  8. Ponte

    13. Januar 2020 at 9:36

    Was ein toller Beitrag und keine leichte Frage. Ich denke für jeden definiert sich das anders aber für mich macht Menschlichkeit aus Gefühle zu zeigen (ja auch Trauer und Wut), Mitgefühl zu zeigen und auch Mitzudenken. Menschlichkeit bedeutet für mich auch, die Konsequenten seiner Taten abwägen zu können und nicht immer zu seinem eigenen Wohle zu entscheiden sondern auch für andere und deren Wohl. Toleranz, Herzlichkeit und über den Tellerand hinaus blicken gehören auch dau. Ein ganz großer Teil macht für mich aber auch aus: Fehler zu machen und vor allem daraus positiv zu lernen.

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  9. Areti

    13. Januar 2020 at 18:13

    Hallöchen,

    Jeden Tag macht ihr mich mit euren Rezis immer neugieriger auf das Buch. 😀

    Was macht für mich Menschlichkeit aus?
    Füreinander da zu sein, Mitgefühl zu haben, jemandem zu helfen und vor allem, nicht egoistisch zu sein, sondern auch über Konsequenzen nachzudenken.
    Aber ich denke, je länger man darüber nachdenken würde, desto mehr würde einem noch einfallen.

    Liebe Grüße,
    Katha Areti <3

    Reply
  10. Jenny Colditz

    13. Januar 2020 at 22:06

    Tolle Rezi, macht direkt Lust auf selber lesen 😅

    Was bedeutet Menschlichkeit? Was macht uns zum Menschen? Gefühle und Emphatie vielleicht? Mitgefühl denke ich. Selbstloses handeln, Freude und Liebe. Das macht, zumindest für mich, einen Menschen aus.

    Reply
  11. Jennifer Tönnes

    16. Januar 2020 at 21:42

    Gefühle zu zeigen und Wesen zu achten, respektieren und ihnen nicht mit Gewalt zu begegnen.

    Reply

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