Das neunte Haus – Leigh Bardugo

1. Das neunte HausLeseprobe | 2. –
Knaur | 528 Seiten | 18,00€ D Paperback → Zum Verlag | 03.02.2020 | Fantasy

Werbung | Rezensionsexemplar

Acht mächtige Studenten-Verbindungen beherrschen nicht nur den Campus der Elite-Universität Yale, sondern nehmen seit Generationen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der USA – das neunte Haus jedoch überwacht die Einhaltung der Regeln. Denn die Macht der Verbindungen beruht auf uralter, dunkler Magie: So können die Mitglieder der »Skull & Bones« die Börsenkurse aus den Eingeweiden lebender Opfer vorhersagen, während Haus Aurelian durch Blutmagie Einfluss auf das geschriebene Wort nehmen kann – ebenso hilfreich für Juristen wie für Bestseller-Autoren …

Als auf dem Campus von Yale eine Studentin brutal ermordet wird, sind die Fähigkeiten der Außenseiterin Alex Stern gefragt, die eben erst vom neunten Haus rekrutiert wurde: Nur Alex ist es auch ohne den Einsatz gefährlicher Magie möglich, die Geister der Toten zu sehen. Um eine Verschwörung aufzudecken, die weit über 100 Jahre zurückreicht, muss Alex ihre Fähigkeiten bis aufs Äußerste ausreizen.
(www.droemer-knaur.de)


Leigh Bardugo wurde in Jerusalem geboren und wuchs in Los Angeles auf. Nach Stationen im Journalismus und im Marketing kam sie schließlich als Special Effects-Designerin zum Film. Leigh lebt und schreibt in Hollywood.
(www.droemer-knaur.de)

“Überlass die Toten den Toten. Wende den Blick den Lebenden zu. Aber Alex brauchte Verbündete, und Dawes würde nicht reichen.” (Das neunte Haus, S. 234)

Das Cover ist auf dem ersten Blick eher schlicht gehalten, jedoch fühlt sich die Schlange beim Darüberstreichen fast wie eine Schlange an. Ich finde den Aufdruck sehr genial und macht das Cover zu etwas Besonderem.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildhaft und düster. Zu Beginn hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten in die Geschichte einzusteigen. Sie beschreibt die Architektur und die Szenen sehr genau, sodass man die Geschichte schon genau lesen muss, damit man auch alles zusammenbekommt. Auch die Erzählerperspektive gibt der Geschichte zu Anfang noch sehr viel Distanz auf. Erst als ich mich in die Geschichte eingelesen habe, kam Schwung in das Ganze und die letzten Seiten zogen nur an mir vorbei.

Alex ist keine typische Protagonistin, sondern sehr kalt, dunkel und düster. In ihrer Vergangenheit ist sehr, wirklich sehr viel schiefgelaufen, dass ihren Charakter sehr geprägt hat. Sie ist absolut misstrauisch gegenüber Menschen. Sie ist eher grob und absolut nicht auf den Mund gefallen. Doch sie möchte ihre neue Chance nutzen. Denn sie möchte Freunde gewinnen, Selbstvertrauen tanken und ihr Leben wieder in den Griff bekommen. Das magische Haus Lethe bietet ihr diesen Neuanfang, denn hier ist sie nicht verrückt, wenn sie Geister sieht, sondern kann sie auch noch bekämpfen. Sie lernt sich gegen die Schrecken ihrer Vergangenheit zu stellen und hat einen ausgesprochenen Sinn für Gerechtigkeit. Aber nur für Andere, denn selbst ist sie nicht sehr gerecht zu sein. Alex ist ein wahnsinnig vielschichtiger Charakter und ich glaube, dass uns Alex noch viele Facetten ihrer Selbst zeigen kann.

Das neunte Haus ist eine sehr düstere und atmosphärische Geschichte, die sich erst langsam an mich rangeschlichen hat und mich dann eingesaugt hat. Man merkt richtig, dass sich die Geschichte auch auf die Stimmung drücken kann, sodass man völlig in die Geschichte abtauchen kann. Was man aber gerade zu Beginn auch sehr nötig hat, denn der Einstieg der Geschichte ist schon nicht leicht. Der Leser wird durch den Schreibstil, aber auch die zwei Handlungsstränge immer nur stückchenhaft mit Information gefüttert. Wir erhalten einen Einblick in die Vergangenheit, aber auch in die Gegenwart bis sich die beiden Stränge vereinen und dem Leser ein Licht aufgeht und man erahnt, warum die Vergangenheit so wichtig ist. Es ist auf jeden Fall eine sehr komplexe Geschichte in die man sich völlig fallen lassen muss, ansonsten bekommt man eher Schwierigkeiten.

Aber ich kann euch sagen, dass es sich absolut lohnt. Das Setting ist sehr gut gewählt, die Charaktere einmalig und die Story absolut spannend. Gerade am Ende legt Leigh Bardugo noch einmal richtig zu und spinnt spannende Intrigen zwischen den magischen Häusern.

Das neunte Haus ist ein spannende und düstere Crime – Fantasy – Geschichte. Geister, Magie und dunkle Rituale treffen auf eine spannende Story mit düsteren Thrillerelemente. Ich finde, dass der Autorin der Genremix absolut gelungen ist. Auch wenn ich zu Beginn ein bisschen Zeit brauchte, um in die Geschichte einzutauchen, kann ich euch das Buch absolut empfehlen.

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Foto: Jennifer Boldt
Cover: Verlagsgruppe Droemer Knaur
Rezensionsüberschriften: Pixabay/Adobe Illustrator// Jennifer Boldt

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